Pamir Highway und Pik Lenin - 18 Tage

Erleben - Trekken

Eindrückliche Zweiländerkombination durch den Pamir mit Tadschikistan und Kirgistan

Unsere Reise führt durch das Pamirgebirge, eine fast unberührte Ecke Zentralasiens. Schroffe, unberührte Täler überragt von weissen Schneebergen wechseln sich ab mit den kargen, sanften Weiten des Pamir-Hochlands. Bei Begegnungen mit den Bewohnern der wilden Schluchten, fruchtbaren Täler und weiten Weidegebieten der Hochflächen spüren wir die herzliche Gastfreundschaft. Wir halten Ausschau nach den eisbedeckten Bergriesen mit einigen 6000ern, besuchen heisse Quellen und steigen auf in das Basislager des Pik Lenin.

1. Tag: Anreise

Flug nach Dushanbe, der Hauptstadt Tadschikistans.


 

2. Tag: Dushanbe

Ankunft in den frühen Morgenstunden. Assalom aleikum! Wir lassen uns Zeit anzukommen, um anschliessend einige Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt Tadschikistans zu besichtigen. Das Gurminj-Museum (eine kleine Sammlung von teils sehr alten Musikinstrumenten) und das Antiquitäten-Museum mit wunderbaren buddistischen Kunstwerken aus den verlorenen Städten des Kushan-Reiches gehören ebenso zum Programm wie die Besichtigung der nun grössten Buddha-Statue in Zentralasien (nach der Zerstörung der Buddha-Statuen von Bamiyan in Afghanistan).

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800 MüM

3. Tag: Fahrt ins Pamir-Gebirge

In geländegängigen, einheimischen Klein-Bussen startet unsere abenteuerliche Reise. Wir fahren Richtung Pamir-Gebirge (abhängig von den Strassen und den Wetterbedingungen entweder via Kulyab oder via Tawildara und Khaburabad-Pass). Auffallend ist die konservativere Kleidung der Menschen auf dem Lande. Ihre Gastfreundschaft ist aber weiterhin von grosser Herzlichkeit geprägt. Nach Überquerung des Khaburabad-Passes (3252 Meter) ändern sich Landschaft und Leute erneut. Die Menschen gehören der Gruppe der Badakhshani an mit ihrer eigenen Sprache. In der Pamirregion sind sieben verschiedene Sprachen vertreten. Unser Reiseziel ist Kalaikhum, am Fluss Panj auf einer Höhe von 1200 Meter gelegen. Im Gegensatz zu den schroffen, kargen Bergtälern besänftigen hier oasenähnliche Dörfer mit ihren grünen Gärten das Bild.

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1200 MüM

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6-7 h

4. Tag: Entlang der Grenze zu Afghanistan

Die Strasse führt uns entlang des mächtigen Panj-Flusses, dem 1200 Kilometer langen Grenzfluss zwischen Tadschikistan und Afghanistan. Dabei wechseln sich sanfte, grüne Hügel mit schroffen Schluchten ab. Während des ganzen Tages können wir die unterschiedlichen Lebensstile der Afghanen und der "tadschikischen Pamiri" bestaunen. Beeindruckt sind wir von den Anstrengungen der Afghanen auf ihrem Ufer den ersten "Highway" der Gegend ohne Hilfe von Maschinen zu erbauen. Khorog, das administrative Zentrum der Tadschikischen Pamirregion liegt auf 2300 Meter in einem tiefen Tal am Zusammenfluss der Flüsse Panj und Ghunt, dramatisch eingerahmt von hohen Bergspitzen. Nicht weit von Khorog entfernt befinden sich die berühmten heissen Mineralquellen von Garm-Chasma sowie die Rubine-Minen von Khu i Lal, wo schon im 14. Jahrhundert die wertvollen Edelsteine abgebaut wurden. Die Weiterreise nach Ishkashim ist angenehm. Ishkashim ist eine kleine Stadt an der Mündung des Wakhan. Hier endete im 19. Jahrhundert das "Grosse Spiel" (der historische Konflikt zwischen Grossbritannien und Russland um die Vorherrschaft in Zentralasien). Wir folgen dem Fluss weiter nordwärts und werden mit eindrücklichen Aussichten auf die Shachdara-Kette zu unserer linken und dem Hindukusch zur rechten Seite belohnt. Zahlreiche Gipfel erreichen eine Höhe von 6000 Metern. Wenn wir in der glücklichen Lage sind und an einem Samstag in Ishkashim ankommen, können wir über den afghanisch-tadschikischen Grenz-Markt auf einer Insel im Fluss schlendern. Ein Visa ist hierfür nicht erforderlich. Die Übernachtung bei Familien ist ein unvergessliches Erlebnis. Ihre Herzlichkeit wird uns begeistern.

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2500 MüM

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8-9 h

5. Tag: Wakhan Korridor

Unterwegs besuchen wir eines der ältesten Forts der Seidenstrasse. Der Legende nach ist das Fort Kha-Kha nach einem Volkshelden benannt, einem König der dunkelhäutigen Feueranbeter aus dem 4. Jahrhundert. Weiter besichtigen wir das Museum von Sufi Muborakkadami, Theologe, Dichter und Reisender, welcher 1910 starb. Neben seinem Haus steht eine Steinsäule, welche er als Sonnenkalender benutzte. Besuche der Stupa in Vrang, den heiligen, heissen Quellen von Bibi-Fatima-Zahra, den Ruinen des Yamchun-Fort, welches diese Region der Seidenstrasse überwachte, runden diesen Tag ab. Wir fahren hoch einem Weiler im Gebiet von Zong. Ein weiteres Mal dürfen wir uns auf eine Unterkunft bei einheimischen Familien freuen.

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2900 MüM

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5-6 h

6. Tag: Trekking - Start Richtung Pik Engels

Heute starten wir unser Trekking mit dem Aufstieg Richtung Pik Engels (6510 Meter). Der Pik Engels ist der dritthöchste Berg in der Schachdarakette im Südwesten des Pamirgebirges. Unterwegs können wir zahlreiche Petroglyphen bestaunen. Unser Zeltlager befindet sich auf einer grünen Hochebene der berühmten Engelswiese auf knapp 4100 Meter. Das wunderbare Panorama mit der Südwand des Pik Engels auf der einen und den afghanischen Hindukush-Bergen auf der anderen Seite lässt uns die Strapazen des 5 bis 6-stündigen Trekkings vergessen. Zudem belohnt uns während der Nacht ein einmaliger Sternenhimmel.

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4100 MüM

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5-6 h

7. Tag: Trekking in der Gegend des Pik Engels

Den ganzen Tag über erkunden wir die Gegend am Fuss des Pik Engels. Wir steigen bis 4500 Meter auf, von wo wir die Aussicht auf den Pik Karl Marx (6723 Meter) und den "Pik Moskovskaya Pravda-Berge" (6075 Meter) geniessen.

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4100 MüM

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5-6 h

8. Tag: Abstieg ins Tal

Wir verlassen die Engelswiese und wandern vorerst auf demselben Weg zurück wie wir hochgestiegen sind. Später führt der Weg durch ein enges Tal und entlang einem alten Wasserkanal meist steil runter zum Dorf Langar. Wir befinden uns wieder auf angenehmer Höhe von 2800 Meter und freuen uns auf die Gastfreundschaft in der Familienunterkunft.

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2800 MüM

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4-5 h

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1 h

9. Tag: Weiterfahrt über mehrere Pässe auf das Hochland des Pamir

Welch ein Glück diese faszinierende Landschaft erkunden zu dürfen! Wir fahren über den Kargush-Pass (4344 Meter) nach Alichur und weiter über den Naziatash-Pass (4137 Meter). Heute verlassen wir die üppigen Täler des Wakhan und fahren in eine steinige, karge Gegend, welche nicht minder dramatisch ist. So haben wir den Pamir-Highway erwartet. Die Strasse zwischen Khorog und Osh wurde 1931 vervollständigt. Wir wähnen uns auf einem tibetischen Hochplateau. Die Nacht verbringen wir in Zelten in Bashgumbez.

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3880 MüM

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5-6 h

10. Tag: Trekking von Bashgumbez zum Ak Zoo-See

Die nächsten drei Tage sind wir wieder zu Fuss unterwegs, geniessen die wunderbare und unberührte Natur und übernachten in Zelten. Unsere Begleitmannschaft bereitet alles für unsere Ankunft im Lager vor. Unsere erste Etappe führt entlang der Karaseki-Schlucht zum Ak Zoo-See, einem der höchst gelegenen Seen im Pamir. Das Zeltlager befindet sich in der Nähe des Sees.

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4810 MüM

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4-5 h

11. Tag: Trekking nach Kenshibez

Wir lassen den See hinter uns und wandern im südlichen Teil des Alichor-Gebirge durch eine Halbwüste  nach Kenshibez, wo wir die Nacht verbringen. Die Ansicht des Nachthimmels ist überwältigend, die Milchstrasse kann als heller, leuchtender Streifen bestaunt werden.

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4500 MüM

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4-5 h

12. Tag: Trekking über den Bel Aryk-Pass zum Zorkul-See

Nach einem frühen Start, nehmen wir den Bel Aryk-Pass (4800 Meter) in Angriff. Bei gutem Wetter bietet sich ein fantastischer Ausblick zu den Vakhan-Bergen in Afghanistan. Abstieg zum Zorkul-See wo wir unsere Zelte aufstellen.

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4115 MüM

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6-7 h

13. Tag: Auf der Pamir-Hochstrasse zum bezaubernden Karakul-See

Fahrt nach Karakul via Murghab. Erneut folgen wir der Pamir-Hochstrasse. Die kahle Gegend fasziniert mit ihrer reinen Schönheit. Der Ausblick auf Berge und Gletscher bei der Weiterfahrt zum Ak-Baital-Pass ist atemberaubend. Dies war der höchste Passübergang der früheren UdSSR. In dieser ariden Landschaft  versteckt sich die unbeschreibliche Schönheit des Karakul-Sees, entstanden vor Millionen vor Jahren. Wir übernachten in einer Familienunterkunft.

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4233 MüM

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8 h

14. Tag: Zum Fuss des Pik Lenin in Kirgistan

Heute reisen wir über die Pässe Kyzyl-Art und Taldyk nach Osh in Kirgistan. Der erste Checkpoint befindet sich auf dem Kyzyl-Art-Pass. Neun Kilometer nach dem tadschikischen Checkpunkt erreichen wir bei Kyrgyz die Grenze. Nach Beenden der Grenzformalitäten und dem Wechsel von Fahrzeugen und Fahrer geht unsere Reise weiter Richtung Basislager des Pik Lenin, mit 7139 Meter zweithöchster Berg in Kirgistan. Den Rest des Tages lassen wir im Zeltlager gemütlich ausklingen.

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3600 MüM

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3 h

15. Tag: Im Basislager des Pik Lenin

Ein Tag im Basislager mit Wanderungen Richtung Pik Lenin steht auf dem Programm. Erfahrene Bergsteiger können in das erste Lager der Kletterer auf 4250 Meter aufsteigen. Eine gemütlichere Variante für den heutigen Tag ist eine Wanderung zu lokalen Schafhirten, welche den ganzen Sommer über in dieser Gegend anzutreffen sind.

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3600 MüM

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4-6 h

16. Tag: Fahrt nach Osh, der "südlichen Hauptstadt" Kirgistans

Wir fahren ins Dorf Gulcho und kommen in den Genuss, die Herzlichkeit der Kirgisen bei einem Mittagessen bei einer Familie aus der Kichi-Alai-Schlucht zu erleben. Anschliessend fahren wir nach Osh, zur zweitgrössten Stadt Kirgistans, im Fergana Tal gelegen. Sie wird oft als die Hauptstadt des Südens Kirgistans bezeichnet. Sie ist die älteste Stadt im Land. Man schätzt ihr Bestehen auf über 3000 Jahre. Die Bevölkerung von Osh ist ethnisch durchmischt mit Kirgisen, Usbeken, Russen, Tadschiken und weiteren kleineren ethnischen Minderheiten. Besuch des Heiligen Berges "Suleiman" im Zentrum der Stadt. Die Legende erzählt, dass König Salomon die Gegend des Fergana-Tales hier überquert und sich auf diesem Berg ausgeruht hatte. Danach begannen die Einheimischen rund herum Häuser zu bauen, die Stadt entstand. Hotelunterkunft in Osh.

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900 MüM

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3-4 h

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5-6 h

17. Tag: Flug nach Bischkek und Stadtbesichtigung

Am Vormittag fliegen wir in etwa einer Stunde nach Bischkek. Auf einer geführten Stadtrundfahrt erfahren wir viel interessantes über die junge Hauptstadt, die stark von sowjetischer Architektur geprägt ist. Auch besuchen wir den grossen und farbenfrohen Zentralmarkt "Osh-Bazar" und das Manas Monument mit dem dazugehörenden Park. Bei einem gemütlichen Abschiedsnachtessen lassen wir nochmals die eindrücklichen Erlebnisse der vergangenen Tage auf uns wirken. Übernachtung in Bischkek.

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800 MüM

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4 h

18. Tag: Rückflug in die Schweiz

Frühmorgens Fahrt zum Flughafen und Rückreise.


 

Programm- und Preisänderungen vorbehalten

Gut zu wissen

  • Mittelschweres bis anspruchsvolles Trekking, gute Kondition, 4 Tagesetappen von 3-5 Stunden und 4 Tagesetappen von 5-7 Stunden in Höhen bis maximal 4800 Meter.
  • Wir bewegen uns in einem von äusseren Einflüssen weitgehend verschont gebliebenen, sehr sensiblen Gebiet. Die Reise verlangt deshalb Offenheit, Toleranz und Improvisationsfreudigkeit.

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    Teilnehmerzahl: 8 - 14 Personen

    Schweizer Reiseleitung

    Preis

    Reisedaten:

    19.07.17 bis 05.08.17

    CHF 5490.–

    Ihre Reiseleitung
    Sebastian Eugster

    Zuschläge:

    Einzelbelegung in Hotels und im Zelt

    CHF 230.–

    Kleingruppe 6-7 Personen

    CHF 300.–

    Im Preis inbegriffen
    • Flüge Zürich–Dushanbe und Osh–Bischkek–Zürich in Economy-Klasse
    • Flughafentaxen und Treibstoffzuschlag (CHF 300.-, Stand Oktober 16)
    • Alle Überlandfahrten und Transfers
    • 5 Hotelübernachtungen im Doppelzimmer, 4 Übernachtungen in Gasthäusern oder sehr einfachen Familienunterkünften im Doppelzimmer (keine Einzelzimmer möglich), 8 Übernachtungen im Zweierzelt
    • Vollpension während der ganzen Reise
    • Bewilligungen und Eintritte
    • Visum inkl. Einholung (CHF 55.–, Stand Oktober 16)
    • Schweizer Reiseleitung und lokale Begleitmannschaft
    Nicht inbegriffen
    • Trinkgelder
    • Persönliche Auslagen
    Spezialleistungen
    • Gutschein SBB-Billett 2. Klasse Wohnort–Flughafen retour
    • myclimate-Pauschalbeitrag zum Klimaschutz
    • Praktische Globotrek-Trekkingtasche mit Rollen (Foto hier).
    Hinweise
    • Das Hauptgepäck wird während dem Trekking in Tadschikistan von Tragtieren und der Begleitmannschaft transportiert. Den Tagesrucksack tragen wir selber.
    • Ausdauer für lange Überlandfahrten auf zum Teil sehr schlechten Strassen. 8 längere Überlandfahrten.