Phantastische Rundreise zum Kailash - 25 Tage

Erleben - Trekken , Privatreisen

Zum Kailash auf der Panorama-Route im Süden und zurück über die wenig befahrene Nordroute

Tibet ist wie keine andere Destination der Erde von einer Aura lebendiger und buddhistischer Spiritualität umgeben. Ganz besonders zieht es tibetische und indische Pilger sowie westliche Reisende zum Kailash, dem heiligsten Berg der Welt. Der Kailash ist den Buddhisten heilig wie auch den Hindus, Jains und Bön-Anhängern. Hier entspringen vier der grössten Flüsse Asiens, der Indus, Sutlej, Karnali und Brahmaputra.
Unsere Reise führt uns über hohe Pässe und weite Hochebenen in den fernen Westen Tibets. Wir bewundern die phantastische Landschaft am über 4500 Meter hohen Manasarovar-See und machen uns dann gut akklimatisiert auf zur Umrundung des Kailash. Zusammen mit tibetischen Pilgern überqueren wir den 5650 Meter hohen Pass Dolma La. Unsere Weiterreise bringt uns zu den alten Tempeln von Tholing und Tsaparang in Guge. Hier soll das mystische Königreich von Zangzhung gewesen sein. Nach dem Hinweg zum Kailash über die Südroute mit dem einmaligen Himalaya-Panorama fahren wir zurück über die selten befahrene Nordroute durch einsame und menschenleere Hochplateaus.

Enthaltene Mahlzeiten F=Frühstück, M=Mittagessen, A=Abendessen

1. Tag: Flug nach Chengdu

Heute starten wir unsere Reise und fliegen ab nach Chengdu. Es gibt zur Zeit keine Direktflüge ab Zürich, aber gute Flugverbindungen mit diversen Airlines mit einmal Umsteigen. Die gesamte Flugzeit beträgt im Bereich von 11 – 13 Stunden. Hinweis zur Flugverbindung: Es ist möglich, dass wir eine andere Flugverbindung als die oben angegebene wählen, allenfalls über Peking oder eine andere Destination. Dies kann sein wegen geänderten Flugplänen, neuen Flugmöglichkeiten, besserer Verfügbarkeit oder aus anderen Gründen.

Flugzeit 11 – 13 Std., aufgeteilt in zwei Teilflüge.


 

2. Tag: Übernachtung in Chengdu

Nachmittag oder abends Ankunft in Chengdu, wo wir von unserem lokalen Partner empfangen werden. Je nach Ankunftszeit übernachten wir heute in Chengdu. Unser lokaler Partner bringt uns ins Hotel, wo wir nach dem langen Flug sicherlich gut schlafen werden. Hinweis zur Flugverbindung: Falls wir bereits am Vormittag in Chengdu ankommen, dann fliegen wir allenfalls direkt weiter nach Lhasa und übernachten dort anstelle von Chengdu.

Übernachtung im Hotel in Chengdu (500 Meter).


 

3. Tag: Weiterflug nach Lhasa

Weiterflug nach Lhasa, wo wir von unserem lokalen Partner empfangen werden. Bei klarem Wetter ist der Flug von Chengdu nach Lhasa ein ausserordentlich schöner Flug über die wenig bekannte Bergwelt von Osttibet. Am Gonkar-Flughafen empfängt uns unser lokaler Führer. Zusammen fahren wir in die ungefähr 1 Stunde entfernte Hauptstadt von Tibet, nach Lhasa. Heute ist Lhasa eine Stadt der Kontraste, wo die Moderne auf das alte Tibet trifft. Breite Strassen, elektrische Beleuchtung und westlich ausgestattete Supermärkte erwarten uns. Doch in der Altstadt findet man noch das «alte Tibet». Wir machen einen Spaziergang durch den Barkhor, den alten Teil von Lhasa. Hier treffen sich verschiedene Volksgruppen in ihren Landestrachten – Khampas aus Osttibet mit ihren roten Bändern im Haar, Tibeterfrauen mit wertvollem Türkisschmuck und das Haar zu 108 Zöpfchen geflochten sowie wildaussehende Nomaden aus Westtibet. Der Barkhor war schon früher das Zentrum von Lhasa und auch heute noch spielt sich hier ein wichtiger Teil des tibetischen Lebens ab.

Übernachtung im Hotel in Lhasa (3680 Meter). Flugzeit 2 ½ Std. Fahrzeit 1 Std. (F,M,A)


 

4. Tag: Heiliger Jokhang und mächtiger Potala-Palast

Für eine gute Akklimatisation gehen wir den Tag geruhsam an. Nach einem gemütlichen Frühstück besuchen wir den Barkhor, die Altstadt von Lhasa. Hier steht der Jokhang-Tempel. Jeder gläubige Tibeter möchte mindestens einmal in seinem Leben eine Pilgerfahrt zum Jokhang in Lhasa machen. Dies ist der wichtigste buddhistische Tempel in Tibet und soll im 7. Jahrhundert erbaut worden sein. Das Ziel der Pilger ist die Statue des Jowo Shakyamuni, welche die chinesische Prinzessin Wengcheng als Hochzeitsgeschenk für ihre Heirat mit dem tibetischen König Songtsen Gampo aus dem fernen China mitgebracht haben soll. Wir reihen uns in den Strom der lokalen Pilger ein, welche aus ganz Tibet hierhin gereist sind, um diese Statue zu sehen, berühren zu können und hier Opfergaben abzulegen. Am Nachmittag besuchen wir den Potala-Palast. Wer zum ersten Mal den Potala erblickt, ist überwältigt von der Mächtigkeit der Anlage mit den vielen grossen und kleinen Gebäuden. Über 1000 Zimmer, 10000 Kapellen, ineinander verschachtelte Hallen, Wohnräume und 20000 Statuen soll der Gebäude-Komplex enthalten. Der Potala gilt als architekonische Meisterleistung. Das verwendete Holz wurde aus dem fernen Osttibet her transportiert und ohne einen einzigen Nagel verarbeitet. Hier lebten 250 Mönche, die für die Rituale verantwortlich waren. Im Ostteil waren die Schulen und Regierungsämter untergebracht. Der Potala ist heute eine der touristischen Hauptattraktionen und gehört zu jedem Lhasa-Besuch dazu. Um dieses wichtige Gebäude zu schützen, sind nur bestimmte Teile des Palastes zu einer festgelegten Besichtigungsdauer für Besucher zugänglich. Unser Zeitfenster wird uns vor Ort mitgeteilt.

Übernachtung im Hotel in Lhasa (3680 Meter). Fahrzeit 1 Std. Wanderung 1 Std. (F,M,A)


 

5. Tag: Klosteruniversitäten Drepung und Sera

In früherer Zeit gab es in Tibet drei wichtige Klosteruniversitäten, welche in der Blütezeit eigene kleine «Klosterstädte» waren. Dies sind Drepung, Sera und Ganden. Die ersten zwei besuchen wir heute. Das Kloster Drepung war einst das grösste monastische Zentrum der tibetischen Welt mit über 8000 Mönchen. Nach dem Besuch dieses Klosters wandern wir ins unterhalb gelegene Nechung-Kloster. Hier war früher das Staatsorakel zuhause, welches bei allen wichtigen Entscheidungen um Rat gefragt wurde. Am Nachmittag besuchen wir Sera. Über 6000 Mönche lebten hier zur Blütezeit. Auch heute noch ist dies ein wichtiger Ausbildungsplatz. Spannend ist das «Debattieren» der Mönche am Nachmittag im Debattierhof. Ein stehender Mönch stellt Fragen und ein sitzender Mönch liefert die Antworten dazu. Damit wird geprüft, ob der Mönch die auswendig gelernten Texte auch wirklich verstanden hat. Aufgabe von beiden Mönchen ist es, die andere Seite in Widersprüche zu verwickeln und so die Debatte zu «gewinnen». Dies wird unterstützt mit lautem Klatschen der Hände und Stampfen der Füsse.

Übernachtung im Hotel in Lhasa (3680 Meter). Fahrzeit 1 – 2 Std. Wanderung 1 – 2 Std. (F,M,A)


 

6. Tag: Hoher Pass, blauer See und Eisgipfel

Heute starten wir unsere Reise Richtung Westen. Vom 4800 Meter hohen Kampa La geniessen wir die schöne Aussicht über den Yamdrok Tso. Wegen seiner Form wird dieser See auch «Skorpion-See» genannt. Auf einer Höhe von über 4400 Metern gelegen beträgt die Ausdehnung von Ost nach West 140 Kilometer und von Süd nach Nord 70 Kilometer. Ein Stück des Weges führt uns dem See entlang und anschliessend über den fast 5000 Meter hohen Strassenpass Karo La. Hier oben geht häufig ein eisiger Wind. Das hat sicherlich auch mit der Nähe des 7191 Meter hohen Eisgipfels Nojin Gangsang Ri. Bei schönem Wetter haben wir einen phantastischen Blick auf diesen steilen und imposanten Eisgipfel. Über weite Hochplateaus und durch imposante Täler fahren wir weiter ins grüne Gyantse. Hier besuchen wir den einmaligen Kumbum Chörten. Dieser 35 Meter hohe Chörten hat neun Stockwerke und 108 Eingänge. Drinnen sind neben Statuen auch alte Wandmalereien. Dieser Chörten ist eines der aussergewöhnlichsten und auch fotogensten Bauwerke im tibetischen Raum und es macht Spass, die vielen kleinen Räume und Gänge zu entdecken.

Übernachtung im Hotel in Gyantse (3900 Meter). Fahrzeit 6 Std. Wanderung 1 Std. (F,M,A)


 

7. Tag: Shigatse – zweitgrösste Stadt in Tibet

Durch eine grüne Landschaft mit Feldern und Wiesen fahren wir Richtung Shigatse. Diese Region ist eine der fruchtbarsten in Tibet und alles dreht sich hier um die Landwirtschaft. Je nach dem machen wir einen Abstecher zum kleinen Kloster Shalu. Hier sollen die früher die «Tranceläufer» ausgebildet sein worden, welche über mehrere Tage weite Strecken in gleichmässigem Tempo und ohne Pausen zurücklegen konnten. In Shigatse hat der Panchen Lama traditonell seinen Wohnsitz. Diese Reinkarnationslinie stand früher vielfach im Gegenspiel zur Linie der Dalai Lamas. Der Panchen Lama gilt als zweithöchste Reinkarnation der Gelbmützen. Sein Kloster Tashilunpo gilt heute als eines der aktivsten Klöster in ganz Tibet. Wir besichtigen diese mächtige Klosteranlage und wer Lust hat, kann diese auch auch der traditionellen Kora umwandern. Am Ende der Kora kommen wir zum imposanten Fort von Shigatse. Dieses wurde in den letzten Jahren restauriert und soll in naher Zukunft für Besucher geöffnet werden. Anschliessend fahren wir weiter nach Sakya. Hier steht eines der eigentümlichsten Klöster im ganzen Himalaya. Umgeben von einer mächtigen Mauer gilt dieses wenig besuchte Kloster als eines der kunsthistorisch wertvollsten im ganzen Himalaya. Hier war der Sitz der buddhistischen Richtung der Sakyapa, welche im 13. und 14. Jahrhundert die Herrschaft über Tibet ausübten.

Übernachtung im Hotel in Sakya (4300 Meter). Fahrzeit 5 Std. Wanderung 2 Std. (F,M,A)


 

8. Tag: Himalaya-Panorama auf der Südroute

Unsere heutige Etappe bringt uns immer weiter in den «fernen Westen». Bei klarer Sicht geniessen wir schöne Panoramablicke auf die Himalayakette am südlichen Horizont. Mit etwas Glück entdecken wir unterwegs Kraniche, Gazellen und Wildesel (tibetisch Kyang). Nach einem langen Fahrtag erreichen wir Saga, wo wir übernachten.

Übernachtung im Hotel in Saga (4550 Meter). Fahrzeit 6 – 7 Std. (F,M,A)


 

9. Tag: Heiliger Manasarovar-See

Eine 6 bis 7-stündige Fahrt bringt uns zum Manasarovar-See, der wegen seiner runden Form auch «Sonnensee» genannt wird. Dieser See ist für Buddhisten und Hindus gleichermassen heilig. Wir machen eine Wanderung am See und geniessen die einmalige schöne Landschaft mit den Schneegipfeln im Hintergrund. Unser Lager stellen wir am Ufer dieses einmalig schönen Sees auf.
Hinweis: Da von hier weg die Gasthäuser teils sehr einfach sind, auch von der hygienischen Seite her, ist teils eine Übernachtung im eigenen Zeltcamp angenehmer und sicherlich vom Essen her auch deutlich abwechslungsreicher. So übernachten wir teils im Zeltcamp und an einigen Orten in Gasthäusern, je nach dem was die «besser» Option ist. Übernachtung im Zelt Manasarovar-See (4550 Meter). Fahrzeit 6 – 7 Std. Wanderung 1 – 2 Std. (F,M,A)


 

10. Tag: Umrundung des heiligen Sees

Heute umrunden wir den heiligen See Manasarovar. Da es mittlerweile eine Strasse um den See herum gibt, fahren wir und wandern noch dort, wo es spannende Strecken hat. Westlich vom Manasarovar liegt der See Rakshas Tal. Dieser wird wegen seiner Halbmondform auch «Mondsee» genannt. Um den See herum stehen einige spannende Klöster, wie das Kloster von Chiu. Vom Kloster her geniessen wir unvergessliche Ausblicke auf die eisgepanzerten Gipfel der Gurla Mandata (7728 Meter) und des heiligen Berges Kailash. Unser Lager stellen wir in der Nähe des Sees auf, um die schöne Morgen- und Abendstimmung in dieser ausserordentlich schönen Bergwelt zu geniessen.

Übernachtung im Zelt am Manasarovar-See (4550 Meter). Fahrzeit 2 – 3 Std. Wanderung 2 – 3 Std. (F,M,A)


 

11. Tag: Darchen am Fuss des Kailash

Eine kurze Fahrt bringt uns nach Darchen, der kleinen Stadt am Fuss des Kailash. Hier machen wir eine Akklimatisationswanderung zu den beiden Klöstern von Gyandrang und Serlung. In Darchen haben wir zudem Gelegenheit, noch einmal Schokolade oder Trockenfrüchte für die bevorstehende Umrundung des Kailash zu kaufen.

Übernachtung im Gasthaus in Darchen (4560 Meter). Fahrzeit ¾ Std. Wanderung 4 – 5 Std. (F,M,A)


 

12. Tag: Beginn der Kora um den Kailash

In Darboche beginnt unsere dreitägige «Pilgerwanderung» um den Kailash. Die Kora, wie die Tibeter sie nennen oder Parikrama bei den Hindus, führt auf der Westseite des Berges stetig bergauf bis zum Kloster Diraphuk. Unser Camp wird heute am Bach direkt unter der mächtigen Nordwand des Kailash aufgestellt. Der Westabschnitt ist Padmasambhava, dem grossen Tantriker und Begründer der buddhistischen Richtung der Nyingmapa gewidmet.

Übernachtung im Zelt beim Kloster Diraphuk (4980 Meter). Trekking 6 – 7 Std. (F,M,A)


 

13. Tag: Über den 5650 Meter hohen Dolma La

Der Höhepunkt des Pilgerweges ist der 5650 Meter hohe Dolma La, der geografische und spirituelle Höhepunkt der Reise. Wir rechnen mit 3 – 4 Stunden Marschzeit bis zur Passhöhe. Von weitem kündigt sich diese mit vielen Gebetsfahnen an, die im Wind flattern. Bei gutem Wetter ist hier ein grossartiger Ort für eine Pause. Neben Buddhisten und Hindus sieht man auch in Gegenrichtung den Berg umkreisende Bönpos, Anhänger einer alttibetischen, vorbuddhistischen Religion. Nach dem Pass führt der Pfad steil hinab zum kleinen, heiligen See Gauri Kund, der für die Buddhisten als «See des grossen Erbarmens» mit dem Bodhisattva Avalokiteshvara verbunden wird. Viele indische Pilger nehmen hier ein reinigendes Bad. Nach einem langen, anstrengenden aber sehr spannenden Trekkingtag erreichen wir unser Lager.

Übernachtung im Zelt beim Kloster Zutrulpuk (4820 Meter). Trekking 7 – 8 Std. (F,M,A)


 

14. Tag: Ende der Kailash-Kora

Das östliche Tal steht in Verbindung mit Milarepa. Die Geschichte dieses tibetischen Einsiedlers und Yogis ist eng mit dem Kailash verwoben. Nach dem Besuch der Milarepa-Höhle in Zutrulpuk haben wir eine gemütliche Wanderung auf einfachem Pfad vor uns. Nach 3 bis 4 Stunden erreichen wir den Endpunkt der Kora. Von hier weg fahren wir zurück nach Darchen, wo sich unser Kreis schliesst. Hier geniessen wir den Luxus einer richtigen Matratze und einer (hoffentlich) warmen Dusche nach der Anstrengungen der letzten Tage.

Übernachtung im Gasthaus in Darchen (4560 Meter). Fahrzeit ½ Std. Trekking 3 – 4 Std. (F,M,A)


 

15. Tag: Zu den heissen Quellen

Wir fahren weiter in wenig besuchte Regionen in Westtibet. Unser erstes Ziel ist Tirthapuri. Dies ist einer der grossen Pilgerorte in Tibet und für tibetische Pilger ist es Tradition, nach der Umrundung des Kailash, in den heissen Quellen von Tirthapuri zu baden. Weiter geht es durch eine landschaftlich äusserst spektakuläre Landschaft nach Zanda. Dieser nicht sehr attraktive Ort liegt im einstigen Königreich Guge und ist der ideale Ausgangspunkt für die Erkundung dieser historisch wichtigen Region.

Übernachtung im Gasthaus in Zanda (3800 Meter). Fahrzeit 5 – 6 Std. Wanderung 1 Std. (F,M,A)


 

16. Tag: Mystisches Königreich Guge

Heute besuchen wir zwei der schönsten und kunsthistorisch wertvollsten Sehenswürdigkeiten in Westtibet. Das Kloster Tholing ist die älteste Klosteranlage und soll vom legendären Rinchen Tsangpo erbaut worden sein, welcher 108 Klöster in Ladakh, Spiti und Westtibet erstellt hat. Alchi in Ladakh und Tabo in Spiti gehören auch dazu. Tholing war einst das bedeutendste religiöse Heiligtum in ganz Westtibet. Ebenso spannend sind die Ruinen von Tsaparang, welche in einer kargen Mondlandschaft auf einem 300 Meter hohen Hügel liegen. Hier haben viele Jahrhunderte lang die Könige von Westtibet residiert. Von oben her haben wir einen grandiosen Ausblick auf die umliegende Umgebung. Wir haben den ganzen Tag Zeit, um diese grossartigen Höhepunkte des einstigen Königreiches Guge zu besichtigen.

Übernachtung im Gasthaus in Zanda (3800 Meter). Fahrzeit 1 Std. Wanderung 2 – 3 Std. (F,M,A)


 

17. Tag: Durch eine phantastische Landschaft

Unsere heutige Etappe bringt uns durch ein phantastische Erosionslandschaft, welche fast unwirklich anmutet. Wir machen einen Stopp bei den Höhen von Dungkhar. Hier hat man erst in den 90er-Jahren Höhlenmalereien entdeckt, welche zu den ältesten Malereien in Westtibet zählen. Der Stil erinnert an Malereien, wie man sie auch an anderen Stellen der Seidenstrasse findet. Nicht nur Güter wurden damals transportiert auf der Seidenstrasse, sondern es fand auch ein grosser kultureller Ausstausch statt. Unser Ziel ist Ali, der Verwaltungssitz der Region Ngari. Ali ist auch als Shiquanhe bekannt. Dieser nicht sonderlich spannende Ort liegt am Indus-Fluss. Auf tibetisch heisst dieser Sengge Tsangpo, was soviel heisst wie «Fluss, der aus dem Löwenmaul entspringt». Der Indus ist einer der vier grossen Flüsse, welcher seinen Ursprung in der Region des Kailash hat. Dieser entspringt im Norden des Kailash. Im Osten entspringt der Yarlung Tsangpo (Brahmaputra), im Süden der Karnali und im Westen der Sutlej. Diese Flüsse haben einen grossen Anteil an der Wasserversorgung des gesamten indischen Subkontinents und mit diesem Umstand ist auch die religiöse Bedeutung des Kailash eng verbunden.

Übernachtung im Gasthaus in Ali (4500 Meter). Fahrzeit 6 Std. (F,M,A)


 

18. Tag: Spannende Nordroute

Von Ali fahren wir über die spannende Nordroute Richtung Osten. Unser Weg führt uns über die weiten Hochebenen des Changthangs. Dies ist eine der enlegensten und unwirtlichsten Regionen der Welt. Vorbei an der kleinen Stadt Gegyai fahren bis in die Region von Zhungba, wo wir unser Lager aufstellen.

Übernachtung im Zelt in der Region von Zhungba (4600 Meter). Fahrzeit 5 – 6 Std. (F,M,A)


 

19. Tag: Vorbei an Salzseen

Unsere heutige Etappe bringt uns durch das wilde Changthang. In dieser Region leben Wildtiere wie die tibetischen Wildesel (Kyang), Blauschafe, Antilopen und Yaks. Wir sollten also die Augen offenhalten und mit ein bisschen Glück sehen wir vielleicht einige Examplare. Die Salzseen, an welchen wir heute vorbeifahren, bieten farblich einen schönen Kontrast zu den Braun-, Grau- und Grüntönen der Landschaft.

Übernachtung im Zelt in der Region von Gertse (4400 Meter). Fahrzeit 5 – 6 Std. (F,M,A)


 

20. Tag: Über den «Wild Yak Kopf Pass»

Die Route zweigt ab in südlicher Richtung. Die Strasse hier ist schlecht und wird zur Zeit ausgebaut. Je nach Fortschreiten der Bauarbeiten kann die Weiterfahrt ruppig und anstrengend sein. Wir überqueren heute einige 5000 Meter hohe Pässe mit klangvollen Namen wie Nor Chung La (Kleiner Wild Yak Pass) oder den Nor Gwa La (Wild Yak Kopf Pass). Die Strasse führt entlang einiger über 6000 Meter hoher Schneegipfel und vorbei am türkisblauen See Dawa Tso. Unser heutiges Etappenziel liegt in der Region von Tsochen. Dieser Ort ist ein wichtiger Einkaufs- und Handelsplatz für die Nomaden in der Umgebung.

Übernachtung im Zelt in der Region von Tsochen (4600 Meter). Fahrzeit 7 – 8 Std. (F,M,A)


 

21. Tag: Unser Kreis schliesst sich

Ein weiterer spannender Tag erwartet uns. Immer südlich fahren wir über weitere hohe Pässe. Der höchste ist der über 5500 Meter hohe Sangmo La. Wunderschön ist der Anblick des grossen Sees Tagyel Tso. Dieser See liegt auf einer unglaublichen Höhe von 5170 Metern. Mittlerweile sind wir aber so gut an die Höhe akklimatisiert, dass uns nur der schöne Anblick den Atem raubt, aber nicht mehr die «dünne Luft» hier oben. Wir erreichen bei Saga die Südroute, wo wir vor zwei Wochen vorbeigekommen sind. Hier schliesst sich unser Kreis dieser phantastischen Rundreise. Die vielzähligen, spannenden Erlebnisse der letzten zwei Wochen werden wir sicherlich nie mehr vergessen. Eine neue Strasse führt von Saga in südlicher Richtung. Dieser folgen wir und zum letzten Mal wird unser Zeltlager aufgestellt. Heute Abend feiern wir mit unserer lokalen Mannschaft das gute Gelingen dieser einmaligen Rundreise.

Übernachtung im Zelt in der Region von Saga oder vom Paiku Tso (4620 Meter). Fahrzeit 6 – 7 Std. (F,M,A)


 

22. Tag: Nach Nepal

Wir reisen nach Kyirong, das unmittelbar an der Grenze zu Nepal liegt. Diese Region auf einer Höhe zwischen 2000 und 3000 Metern ist berühmt für seine üppige Vegetation und sein mildes Klima. Durch Kyirong führte eine der wichtigsten Handelsrouten von Nepal nach Tibet. An diese Tradition soll heutzutage mit der Errichtung einer Freihandelszone wieder angeknüpft werden. Im 11. Jahrhundert hat der bekannte indische Geistliche Atisha die Region Kyirong besucht. Bekannt ist Kyirong auch als Meditationsort des buddhistischen Yogis Milarepa, welchem wir schon am Kailash begegnet sind. Je nach Verlauf der Reise übernachten wir in Kiyrong oder überqueren noch am selben Tag die Grenze zu Nepal und übernachten auf der nepalesischen Seite. An der Grenze wechseln in der Regel sowohl der lokale Führer wie auch das Fahrzeug. In Tibet sind wir mit Tibetern unterwegs und in Nepal mit Nepalesen. Hinweis: Nachdem der Grenzübergang zu Nepal in Zhangmu im ganzen Jahr 2016 geschlossen war, wurde die Öffnung Grenzüberganges in Kiryong für das Jahr 2017 angekündigt. Sollte die Grenze geschlossen sein (aus politischen Gründen, wegen der Strassenverhältnisse etc.) dann fahren wir stattdessen nach Lhasa und fliegen anschliessend von Lhasa nach Kathmandu.

Übernachtung im Gasthaus in Kyirong (2700 Meter) oder auf der nepalesischen Seite. Fahrzeit 2 – 3 Std. (F,M,A)


 

23. Tag: Auf ruppiger Strasse nach Kathmandu

Eine lange Fahrt auf einer teils schlechten Strasse bringt uns heute zurück nach Kathmandu. Nach den Wochen dem tibetischen Hochplateau ist hier die Luft wieder deutlich «dicker», sowohl vom Sauerstoff her wie auch von den Abgasen. Nach den Tagen in sehr einfachen Umständen freuen wir uns auf die Errungenschaften der Zivilisation, wie eine Tasse guten Kaffee, eine warme Dusche oder eine bequeme Matratze.

Übernachtung in Kathmandu im Hotel (1300 Meter). Fahrzeit 9 – 11 Std. (F,M,A)


 

24. Tag: Letzter Tag in Nepal

Heute geniessen wir ein gemütliches Frühstück. Wir besichtigen anschliessend das wichtigste hinduistische Heiligtum in Nepal, den Tempel von Pashupatinath. Dies ist Zielort für viele Pilger und Sadhus. Diese Asketen türmen ihre teils meterlangen Haare auf dem Kopf auf wie ihr Vorbild, der Hindugott Shiva. Anschliessend laufen wir durch ein neueres, einfaches Quartier, wo vor kurzem noch Reisfelder standen, Richtung Bodnath, dem tibetischen Viertel Kathmandus. Bei der riesigen Stupa von Bodnath geniessen wir die friedliche Atmosphäre und umrunden mit den zahlreichen Tibetern das grosse Bauwerk. Je nach Flugverbindung fliegen wir heute Abend ab Richtung Zürich, sonst allenfalls erst am nächsten Tag.

Gesamte Flugzeit Kathmandu-Zürich 10 bis 12 Stunden. Dies sind zwei Teilflüge mit ein- oder zweimal Umsteigen. Fahrzeit 1 Std. Wanderung 1 Std. (F,M,A)


 

25. Tag: Zurück in die Schweiz

Mit vielen Eindrücken und Erlebnissen im Gepäck fliegen wir zurück in die Schweiz.

Gesamte Flugzeit Kathmandu-Zürich 10 bis 12 Stunden. Dies sind zwei Teilflüge mit einmal Umsteigen.


 

Gut zu wissen:

Sehr abwechslungsreiche Rundreise zum Kailash, Hinweg über die Südroute mit Panoramablick auf den Himalaya, Rückreise über die wenig befahrene Nordroute über einsame Hochplateaus, Besuch des ehemaligen Königreiches Guge. Dies ist eine der spannendsten Reisen zum Kailash.

Permits und Bewilligungen für Zentral- und Westtibet:
Tibet gehört zu China und ist eine politisch sensitive Region. Der Besuch von Zentral- und Westtibet erfordert neben einem Chinavisum etliche Spezialbewilligungen und Permits. Das komplizierte Einholen all dieser Permits wird von uns erledigt. Dies braucht eine gewisse Zeit und allzu kurzfristige Buchungen (weniger als 4 Wochen) sind aus diesem Grund nicht möglich.

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  • d
    Mittleres Trekking

Teilnehmerzahl: 6-10 Personen

Schweizer Reiseleitung

Preis

Reisedaten:

14.09.17 bis 08.10.17

CHF 8990.–

Zuschläge:

Einzelbelegung v

CHF 670.–

Auch als Privatreise ab 1 Person möglich. 

Im Preis inbegriffen
  • Flüge Zürich-Chendgu-Lhasa und Kathmandu-Zürich in Economy-Klasse
  • Flughafentaxen und Treibstoffzuschlag
  • Alle Überlandfahrten und Transfers
  • 14 Übernachtungen im Hotel/Gasthaus im Doppelzimmer
  • 8 Übernachtungen im Doppelzelt
  • Vollpension während der ganzen Reise
  • Mineralwasser, Tee, Kaffee während dem Essen (andere Getränke nicht inbegriffen)
  • Eintrittsgebühren für Besichtigungen laut Programm
  • Spezialbewilligungen und Permits
  • Komfortable Schlafzelte, Ess-, Koch- und WC-Zelt, Klapptische und -stühle, Kochutensilien und Geschirr
  • Schweizer Reiseleitung und lokaler englischsprechender Führer plus Begleitmannschaft während des Trekkings
Nicht inbegriffen
  • Trinkgelder (CHF 100 – 150)
Spezialleistungen
  • Umfangreiche Notfallapotheke
  • Pulsoxymeter zur Sauerstoffmessung im Blut
  • Sauerstoff-Flasche
  • Mobile Höhendruckkammer
  • Wasserfilter von Katadyn
  • Extra-Reitpferd oder Yak für Notfälle
  • Robuste Himalaya Tours-Trekkingtasche (im Wert von CHF 179)
  • Visum für China (CHF 70, Stand August 2016) und Nepal (CHF 35, Stand August 2016) plus Einholung
  • Kostenloser Passfoto-Service (falls ein Vorbereitungstreffen stattfindet und Sie teilnehmen)
  • Vorbereitungstreffen
  • Landkarte von Tibet
Hinweise
  • Mittelschweres Trekking, gute Kondition, 1 Tagesetappe von 3 – 4 Stunden, 2 Tagesetappen von 6 – 8 Stunden. Tageswanderungen von 1 – 3 Stunden. Während des Trekkings und auf den Wanderungen tragen wir unseren Tagesrucksack selbst. Ausdauer für lange Überlandfahrten.
  • Diese Reise ist auch ohne Kailashtrekking möglich.
  • Diese Reise wird in Zusammenarbeit mit Himalaya Tours durchgeführt. Es gelten deren Reisebedingungen.