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Sonnenaufgang auf dem Toubkal

Jebel Toubkal – auf dem höchsten Nordafrikaner

Globotrek-Teamleiter Michael Krähenbühl hat auf seiner Marokko-Reise den Toubkal bestiegen. Der höchste Gipfel des Hohen Atlas ist ein tolles Erlebnis.

Eine einwöchige Reise nach Marokko hat mich nebst vielen anderen spannenden Orten auch auf den Gipfel des Toubkals geführt. Der Toubkal ist mit 4167 Metern nicht nur der höchste Gipfel des Hohen Atlas sondern von ganz Nordafrika. Vom 30 Grad heissen und sehr belebten Marrakesch ging die Reise los ins 2 Stunden entfernte Bergdorf Imlil auf 2‘700 Metern. Hier sind die Berber zuhause und trotzen den kargen Böden mit viel Fleissarbeit eine bescheidene Ernte ab.

Meine Crew für die Besteigung des Toubkals bestand aus einem Bergführer, einem Koch und einem Berber mit seinem Esel. Esel und Maultiere werden zum Transport von Ausrüstung, Lebensmitteln und Küche genutzt. Für die Berber ist dies ein willkommener Zusatzverdienst.

Die Wanderung startete zunächst durch einen Wald bei Imlil und führte rasch in ein weites Tal mit einem kalten Bergbach. Der Weg bis zur Berghütte, dem Ziel des ersten Tages, ist problemlos zu gehen und nie zu steil. Unterwegs locken immer wieder kleine Kioske mit Erfrischungsgetränken zum Verweilen ein. Bei einer solchen Hütte kochte meine Crew auch das wohlverdiente Mittagessen. Das Essen war aber für mich alleine, denn es war Ramadan und entsprechend verzichteten meine Begleiter von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang auf Essen und Trinken. Die Zeit zum Mittagessen war übrigens perfekt gewählt, im Trockenen konnten wir einen Hagelsturm vorüberziehen lassen.

Nach rund 1500 Metern hatten wir die grosse Berghütte erreicht. Sie bietet Platz für rund 160 Personen und ist vom Standard mit einer SAC-Hütte zu vergleichen. An Schlaf war in meinem Raum mit 25 anderen Gästen aber kaum zu denken. Kopfhörer oder Oropax sind auf jeden Fall empfehlenswert. So war ich gar nicht unglücklich, dass es um halb 3 Uhr in der Nacht bereits Frühstück gab und eine halbe Stunde später Abmarsch war. In der Dunkelheit der Nacht suchten wir uns mit unseren Stirnlampen den Weg über Geröll, Felsen und letzte Schneefelder. Dank unserem zügigen Wandertempo erreichten wir pünktlich zum Sonnenaufgang den Gipfel auf knapp 4200 Metern. Die Morgenstimmung und die Aussicht auf die anderen Gipfel des Hohen Atlas waren atemberaubend. Erst als wir uns bereits wieder auf den Abstieg machten, kamen die nächsten Wanderer auf dem Gipfel an.

Der Abstieg nach Imlil zog sich dann auch wegen der brennenden Sonne in die Länge. Dennoch erreichten wir nach rund 4 weiteren Stunden Imlil. Ich war ziemlich erschöpft vom Auf- und Abstieg, der Sonne und Hitze sowie vom mangelnden Schlaf. Umso beeindruckter war ich von meinem Bergführer Youssef, der den ganzen Tag ohne Wasser und Essen mit Leichtigkeit wegsteckte.

Möchten Sie auch einmal den höchsten Gipfel Nordafrikas besteigen? Globotrek organisiert diese und viele weitere Erlebnisse in Marokko gerne für Sie.

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